Assistierter Suizid. Wenn Seelsorge/Begleitung an (Ihre) Grenzen stößt
Beschreibung
„Wenn eine Bewohnerin oder ein Bewohner trotz umfassender Hilfsangebote den Wunsch hat, mit fremder Unterstützung aus dem Leben zu scheiden, stoßen Einrichtungen in katholischer Trägerschaft aufgrund ihrer lebensbejahenden Haltung an Grenzen der Begleitung.“ So schreibt die Deutsche Bischofskonferenz in ihren Leitlinien zum Umgang mit Suizidwünschen in Einrichtungen katholischer Trägerschaft. Auch im häuslichen Kontext müssen sich Angehörige, Pflegende und Seelsorgende mit Suizidwünschen auseinandersetzen.
Viele fragen sich:
Wie soll ich mich dazu verhalten?
Wie stehe ich selbst dazu?
Wie verhalte ich mich richtig?
Und nicht zuletzt: Wie kann ich alte und kranke Menschen sowie ihre Angehörigen begleiten, wenn es buchstäblich um Leben und Tod geht?
Die Konfrontation mit Suizidalität ist für alle Beteiligten eine besonders belastende Erfahrung, sodass auch Seelsorgende an ihre Grenzen kommen. Wie kann aus einer christlichen Perspektive damit umgegangen werden und wie kann eine Grenzziehung – ethisch verantwortet, persönlich und institutionell – gelingen? Kann verhindert werden, dass eine exklusive Ausrichtung am – oft nicht näher bestimmten – Lebensschutz den Sinn seelsorgerischer Zuwendung konterkariert? Diesen und weiteren Fragen wollen wir uns ausgehend von Ihren Erfahrungen und Fragen an diesem Vormittag widmen.
Die Veranstaltung richtet sich vornehmlich an Seelsorgende aus den Bereichen der Seniorenpastoral und Krankenhausseelsorge sowie an alle, die in ihrem seelsorgerlichen Alltag mit dem Thema zu tun haben und ihre Haltung ethisch reflektieren möchten.
-
Beteiligte Personen
-
Referentin:
Prof. Dr. Kristina Kieslinger, Mainz
* gilt für Teilnehmende der (Erz-)Bistümer: Augsburg, Bamberg, Eichstätt, München und Freising, Regensburg und Würzburg